Eine Auswahl der vielfältigen Widerstandsbewegungen in Mexiko:
Chiapas: Indigene Bauernorganisationen in den Montes Azules
Im Lakandonischen Regenwald kämpfen nicht nur die Zapatistas der EZLN um ihr Existenzrecht. Alle dort ansässigen indigenen Dörfer sind durch Regierungsorgane von der Räumung bedroht – bis auf die sogenannten “Lakandonen” (eine kleine, ausgewählte Gruppe, die der Regierung als “Vorzeige-Indianer” dient). Die Indigénas sollen aus dem “Biosphärenreservat” verschwinden. Es geht jedoch keineswegs um Naturschutz, sondern um ökonomische Interessen. Denn das Gebiet ist reich an natürlichen Ressourcen (Erdöl, Uran, Biodiversität und Süßwasser), die nicht unberührt bleiben. Die von der Vertreibung bedrohten Campesin@s (Kleinbauern) bilden Netzwerke, um ihren Widerstand zu koordinieren. Bericht/Bilder vom Vernetzungstreffen in Betania.
Oaxaca:”Verteidigung der Wälder und Territorien”
Die indigene Gemeinde San Isidro Aloapam versucht seit 1995 den Wald auf den Bergen um ihr Dorf herum vor Abholzung durch Holzfirmen zu schützen. Der Wald ist überlebenswichtig für sie, da er das Regenwasser filtert und somit ihre einzige Trinkwasserstelle ist. Außerdem verhindert er Bodenerosion und somit die Überschüttung ihres Dorfes. Auch ihre Felder liegen unterhalb des Waldes und leben von ihm. Sie betonen außerdem, dass dort viele seltene Tiere und Heilpflanzen leben und er ihre Mutter Erde ist. Sie haben also gute Gründe, ihn zu schützen. Jedoch brennt um diesen Wald seit vielen Jahren ein heißer Konflikt. Dabei kam es zu körperlicher Gewalt gegen BewohnerInnen San Isidros und Verhaftungen mit konstruierten Delikten. Die indigen-magonistische (mexikan. Anarchismus) Organisation CIPO unterstützte sie bei der Realisierung eines internationalen Solidaritäts-Treffens. Bericht/Bilder vom Treffen + von Oaxaca-Stadt.
Mexiko-Stadt: Anarcho-PUNK-Bewegung
Anlässlich des 30. Jubiläums der weltweiten Punk-Bewegung organisierten Punks aus Mexiko-Stadt ein lateinamerikaweites Treffen mit Jung- und Alt-Punx aus verschiedenen Ländern. Viele Punx in Lateinamerika sind selbstorganisiert und politisch aktiv. Vom Studium und der Verbreitung anarchistischer Texte, über Feminismus/Antimachismus und Veganismus/Tierrechte bis zum Permakultur-Garten für die Selbstversorgung betätigen sie sich in verschiedenen Bereichen. (Bericht/Bilder vom Treffen)
San Luis Potosí: Widerstand gegen die Gold-/Silbermine San Xavier
In einer der ältesten Kolonialstädte Mexikos, Cerro de San Perdro, die einmal Weltkulturerbe der UNESCO werden sollte und von einem Naturschutzgebiet umgeben war wird seit 2 Jahren im Tagebau Gold und Silber aus dem Berg gesprengt. Wenige Km. entfernt liegt die Hauptstadt des Bundesstaates. Ihre BewohnerInnen, Umweltschutz-organisationen, die Linkspartei und die Anarcho-Punx – alle wehren sich seit Jahren vehement. (Bericht+Bilder vom Protestfestival in Cerro de San Pedro + vom Tagebau).
